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Kleine Übersicht zu den Regeln
(aktualisiert September 2002)
METW: Middle Earth: the Wizards -
Eine kleine Einführung
METW ist ein sogenanntes Trading Card Game (TCG) bzw. Collectible
Card Game (CCG). Allen solchen TCGs gemeinsam ist, dass sie aus
Kartenserien bestehen, die in Boostern (Päckchen mit ca. 10
- 15 Karten) und Startern (ca. 70 - 90 Karten) gekauft werden, ohne
dass der Käufer vorher weiss, welche Karten sich tatsächlich
in so einem Päckchen befinden. Manche Karten kommen öfters
vor, manche seltener. Im allgemeinen gibt es drei Kategorien: rare
- uncommon - common.
Dazu oft noch fixed-Karten: ein vorgefertigtes Set verschiedener
Karten und Kartenkombinationen, die zum Spielen unbedingt notwendig
sind; diese sind in den Startern beigefügt. Von daher ergibt
es sich, dass man bald einige Karten doppelt hat, während andere
noch fehlen. Da heissts dann Tauschen. Und Tauschen/Handeln ist
sicherlich eine ganz wesentliche Komponente eines solchen TCGs,
was auch richtig Spass machen kann. Dazu noch jedes Mal die Spannung,
wenn mal wie der neue Booster/Starter geöffnet werden wollen.
Jede Karte enthält ein Bild plus Kartentext. Der Text bestimmt,
wie die jeweilige Karte im Spiel einsetzbar ist. Manchmal sind es
aber vor allem die tollen Bilder, die zum Sammeln einer bestimmten
Kartenserie nötigen.
Dennoch: der wesentliche Zweck soll immer noch das Spielen sein!
Und darin unterscheiden sich die verschiedenen TCGs dann doch gewaltig.
Hier nun ein paar einführende Worte zu
MECCG: The Wizards
Wie der Name schon nahelegt, basiert dieses Sammelkartenspiel auf
den Romanen Tolkiens (Herr der Ringe, der Hobbit). Und eines gleich
vorweg: es handelt sich dabei sicherlich nicht um Etikettenschwindel,
ganz im Gegenteil: es wird tatsächlich versucht, eine Spielhandlung
zu entfalten, die den Inhalten der Bücher und der Vorstellungswelt
Tolkiens möglichst nahe kommt.
Ich selbst bin von diesem Spiel deshalb so begeistert, da ich als
Tolkienfan (der ich schon war, bevor ich das Spiel kennengelernt
habe) eine weitere Möglichkeit fand, mich in dieser Welt auszutoben.
Dazu kommt noch, dass die Bilder von all den bestehenden Sammelkartenspielen
die mit Abstand schönsten sind.
Unter den Künstlern finden sich so illustre Namen wie John
Howe, Angus McBride, Alan Lee, Quinton Hoover, Liz Danforth, Rob
Alexander, uvm. Die meisten davon sind Tolkienkennern sicherlich
ein Begriff. Alleine dieser Bilder wegen sind diese Karten für
Tolkienfans ein absolutes Muss!
Wer sich dann auch noch ans Spielen macht, dem steht ein unvergleichbares
Mittelerde-Vergnügen bevor. Du schlüpftst zunächst
in die Rolle eines der fünf Zauberer. Mit den Karten der Basisedition
geht es darum, welcher Zauberer sich vor dem Rat der freien Völker
am besten bewährt. Fürs Spiel heisst das: wer die meisten
Aufträge erfolgreich beenden (zB Anduril neu schmieden), wer
am meisten feindliche Kreaturen (Orks, Spinnen, Wölfe, Untote,
Nazgul) besiegen, wer verschollene Artefakte (Zwergenringe, Glamdring,
den Arkenstein) bergen, wer verschiedene Neutrale (die Männer
von Lebennin, die Zwerge von den Blauen Bergen, Goldbeere, Flinkbaum,
Gwaihir) als Gefährten gewinnen konnte, der hat am meisten
dazu beigetragen, das Dunkle zurückzudrängen und den friedlichen
Völkern von Mittlererde ihre Freiheit zu bewahren; oder anderes
ausgedrückt: der hat am Ende die meisten Punkte und somit das
Spiel gewonnen.
Aber das ist nur eine Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Die
zweite ist der "klassische" Weg: die Zerstörung des
Einen Rings. Diese Taktik ist nicht ganz einfach und birgt viele
Gefahren für den Spieler; aber im Buch war es ja für Frodo
auch nicht gerade leicht, den Ring in den Orodruin hinabzuwerfen!
Die dritte Möglichkeit: du verlierst das Spiel, indem du deinen
Zauberer verlierst. Entweder weil er stirbt, oder weil er der Versuchung
erliegt, nur mehr seinen eigenen Zielen zu folgen (jaja, der böse
Saruman!).
Natürlich macht sich dein Zauberer nicht alleine auf den Weg.
Ihm zur Seite stehen Gefährten wie Frodo, Bilbo, Elrond, Galadriel,
Thorin, Beorn, Halbarad, Oin, der Alte Gamling, Haldir, Ioreth,
und wie sie alle heissen. Diese Charaktere haben unterschiedliche
Eigenschaften, die auf der jeweiligen Karte festgehalten sind. So
ist Beorn zB ein gefürchteter Krieger, Frodo ist ziemlich schwach
aber zäh, Elrond gilt als Weiser, während Eowyn besonders
Geschick im Kampf gegen Nazgûl hat. Neben diesen Charakterkarten
gibt es noch Orte, die du aufsuchen musst, um bestimmte Aufträge
erledigen zu können: in Amon Hen etwa kannst du interessante
Informationen erhalten. In Edoras versuchst du, die Reiter Rohans
für dich zu gewinnen. Ausserdem lauern überall Gefahren(-karten);
nicht nur Saurons Kreaturen, sondern auch Ereignisse, wenn sich
etwa der klare Himmel durch den aufziehenden Schatten von Mordor
verdunkelt. Aber du bist ja nicht ohne Unterstützung (-skarten):
Hol dir Durins Axt, und die Feinde werden es spüren (vor allem
wenn sie ein Zwergenkrieger trägt!). Zwinge Gollum, für
dich den Kundschafter zu spielen. Oder versteck dich ganz einfach
vor einem Angriff!
Welche Karten sich nun im Spiel befinden, kannst du selbst bestimmen.
Nur die Anzahl der Gefahren-, Unterstützungs- und Charakterkarten
ist mit einem gewissen Rahmen vorgegeben. Ortskarten sind unbeschränkt
verfügbar. Mit dem Erstellen des Spielstapels legst du auch
schon den Grundstein fürs Spiel. Hier schon bestimmst du, welche
Abenteuer und Aufgaben du erledigen willst, und welche Gefahren
dem Gegner auf seinen Reisen begegnen werden.
Du siehst schon: das Vorbereiten zum Spiel ist eigentlich schon
Teil des Spiels. Es ist sicherlich notwendig, sich genau zu überlegen,
welche Karten ich nun mitreinnehme, und welche nicht. Das mag zunächst
viel Aufwand sein, vor allem, wenn einem all die Karten noch nicht
vertraut sind, jedoch ist damit auch garantiert, dass das Spiel
von vornherein niemals eintönig werden kann, da sich sowohl
der Spielstapel des Gegners als auch dein eigener immer wieder verändern
wird.
Die Erweiterungen
Für Neueinsteiger genügt es sicherlich vollkommen, mit
den Karten aus der Basisedition nach den Grundregeln zu spielen.
Dennoch möchte ich auch noch auf die folgenden Erweiterungen
hinweisen.
Die erste Expansion heisst: The Dragons. Wie der Name schon sagt,
versuchen nun verstärkt Drachen die Zauberer und ihre Gefährten
von ihren Missionen abzuhalten.
Die zweite Expansion ist: Dark Minions. Hier treten erstmals Günstlinge
des Dunklen Herrschers in Erscheinung, meist hinterrücks und
wenn du es nicht erwartest! Und wenn du immer schon mal die unterirdischen
Höhlen von Moria und anderen Orten auskundschaften wolltest,
dann stehen dir nun die Wege frei.
Mit der dritten Serie The Lidless Eye ist es dann endlich soweit:
ein Spieler übernimmt die gute Seite als Zauberer, der andere
schlüpft in die Rolle eines Ringgeistes. Gut gegen Böse
- wer behält die Oberhand? Against the Shadows bietet einfach
nur Zusatzkarten zu den bisherigen Serien. (diese Expansion ist
als letzte auch in deutscher Sprache erschienen).
Mit White Hand versuchst du als gefallener Zauberer deine eigenen
Ziele zu verfolgen.
Und in der letzten Erweiterung The Balrog hast du die Möglichkeit,
in die Rolle des bösen Maia zu schlüpfen, um brutal gegen
all das Gefleuchs auf der Oberwelt vorzugehen.
(Text von Wolfgang Penetsdorfer, mit freundlicher Genehmigung)
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